Finanzierung

Liquidität ist der Motor Ihres Unternehmens

Ausreichende Liquidität sorgt dafür, dass ein Unternehmen fällige Rechnungen in voller Höhe bezahlen kann. Neben Lieferantenrechnungen gehören auch Gehälter, Sozialabgaben, Versicherungsbeiträge und Miete zu den laufenden betrieblichen Kosten. Ohne genügend liquide Mittel kann eine Firma nicht bestehen und es kommt im schlimmsten Fall zur Insolvenz. Auf der anderen Seite schadet eine zu hohe Liquidität, die zu einem Vermögensverlust führt. 

Was ist Liquidität?

Liquidität bedeutet nicht nur Bargeld, das sich bei Geschäftsschluss in der Ladenkasse befindet. Auch Guthaben auf Bankkonten, Steuerrückstellungen, Forderungen gegen Kunden und Vorräte zählen zu den liquiden Mitteln. Bei der Bestimmung unterscheiden Finanzexperten zwischen kurzfristiger, langfristiger, dynamischer und statischer Liquidität.

Kurzfristige und langfristige Liquidität

Unternehmen benötigen zu unterschiedlichen Zeiten Geld, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Je nach Fälligkeit werden die liquiden Mittel kurzfristig, mittelfristig oder langfristig benötigt. Kurzfristige Liquidität muss in weniger als einem Jahr bereitstehen. Bei den mittelfristigen Zahlungsverpflichtungen hat die Firma zwischen einem Jahr und fünf Jahren Zeit mit der Bezahlung. Langfristige Liquidität bedeutet, dass nach mehr als fünf Jahren ausreichend Geld zur Begleichung der fälligen Rechnungen zur Verfügung stehen muss.

Statische Liquidität

Statische Liquidität wird auch als bilanzielle Liquidität bezeichnet. Es handelt sich um die Messung der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dazu prüfen die Analysten die Zahlen aus der Bilanz. Sie vergleichen die liquiden Mittel auf der Aktivseite der Bilanz mit den kurzfristigen Verbindlichkeiten auf der passiven Bilanzseite. Der Nachteil der statischen Liquidität liegt darin, dass sich die Ergebnisse nur auf einen bestimmten Zeitpunkt beziehen. Zukünftige Forderungen oder Zahlungseingänge werden nicht berücksichtigt. Trotzdem geben die berechneten Liquiditätsgrade eine verlässliche Auskunft über die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens.

Liquidität 1. Grades

Die Liquidität 1. Grades ist auch als Barliquidität oder Cash Ratio bekannt. Mit dieser Kennzahl berechnet ein Unternehmer, ob er die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit einem Zahlungsziel von weniger als einem Jahr mit dem liquiden Vermögen fristgemäß bezahlen kann. Als liquide Mittel gelten Bargeld, Bankguthaben und der Kassenbestand. Auch eine Kreditlinie, wie ein Kontokorrentkredit für das Geschäftskonto, zählt zu den liquiden Mitteln. Außerdem gehören Vermögensgegenstände, die sich schnell in Bargeld verwandeln lassen, zum liquiden Vermögen. Damit sind Schecks, Wechsel und Wertpapiere gemeint. Als Zielwert für die Liquidität 1. Grades gelten mindestens 20 % – 30 %

Berechnung Liquidität 1. Grades:

Liquidität 2. Grades

Die Liquidität 2. Grades wird auch als Einzugsliquidität oder Quick Ratio bezeichnet. Diese Kennzahl ist aussagekräftiger als die Liquidität 1. Grades, da sie auch die kurzfristigen Forderungen zu den liquiden Mitteln zählt. Das Geld aus den Forderungen steht dem Kreditor in weniger als einem Jahr zur Verfügung. Die Zahlungseingänge können daher ebenfalls zum Ausgleich der eigenen kurzfristigen Verbindlichkeiten genutzt werden. Das optimale Ergebnis bei der Berechnung der Liquidität 2. Grades liegt bei 100 % – 120 %.

Berechnung Liquidität 2. Grades:

Liquidität 3. Grades

Andere Bezeichnungen für die Liquidität 3. Grades sind Umsatzliquidität oder Current Ratio. Bei der Berechnung setzt der Unternehmer sein gesamtes Umlaufvermögen zur Begleichung der kurzfristigen Verbindlichkeiten ein. Zu dem Umlaufvermögen gehören neben den flüssigen Mitteln und den kurzfristigen Forderungen auch Vorräte und der Warenbestand. Das Ergebnis der Berechnung sollte bei mindestens 200 % liegen und den Wert von 100 % nicht unterschreiten. Eine Liquidität 3. Grades von weniger als 100 % bedeutet, dass bei einem Forderungsausfall Anlagevermögen verkauft werden muss, um die eigenen Verbindlichkeiten zu bezahlen. Das kann zu der Insolvenz des Unternehmens führen.

Berechnung Liquidität 3. Grades:

Mangelnde Liquidität hat weitreichende Folgen

Wenn einer Firma die liquiden Mittel fehlen, können fällige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden. Das betrifft sowohl Lieferanten, die nicht mehr bezahlt werden, als auch Mitarbeiter, die ihr Gehalt oder ihren Lohn nicht rechtzeitig erhalten. Weiterhin können die Skonotmöglichkeiten nicht ausgenutzt werden. Durch die Verschlechterung der Bonität des Unternehmens ist es schwierig, einen Bankkredit zu erhalten, um die fehlenden Mittel auszugleichen. Die Folgen sind die Zahlungsunfähigkeit des Betriebes und die anschließende Insolvenz. Vor allem Start-ups und Existenzgründer sollten die Ursachen für mangelnde Liquidität kennen, um rechtzeitig Maßnahmen gegen eine drohende Zahlungsunfähigkeit ergreifen zu können. 

Die häufigsten Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen für fehlende liquide Mittel gehören: 

  • unzureichende Liquiditätsplanung
  • zu späte Rechnungsstellung oder zu lange Zahlungsziele für die Käufer 
  • fehlendes Mahnwesen und unzureichende Debitorenbuchhaltung 
  • hohe Lagerbestände 
  • teure Finanzierungen 
  • große Privatentnahmen aus dem Betriebsvermögen 
  • Unkenntnis des Unternehmers über die drei Liquiditätsgrade und ihre Bedeutung


Die Kennzahlen der Liquiditätsgrade weisen nicht nur auf eine mangelnde Versorgung mit liquiden Mitteln hin. Gleichzeitig zeigen die Zahlen auch auf, ob eine zu hohe Liquidität besteht, die ebenfalls Nachteile für ein Unternehmen bedeutet. 

Die Folgen zu hoher Liquidität

Wenn eine Firma über zu viele liquide Zahlungsmittel verfügt, ergeben sich diese Nachteile: 

  • Zinsverlust durch fehlende Verzinsung auf dem Kontokorrentkonto 
  • Wertverlust durch Inflation


Um diese Nachteile zu vermeiden, sollten Unternehmer darauf achten, die finanzielle Situation ihres Betriebes stabil zu halten. 

Dynamische Liquidität

Im Gegensatz zur statischen Liquidität bezieht sich die dynamische Liquidität auf einen bestimmten Zeitraum und nicht nur auf einen Stichtag. Der Unternehmer berechnet, ob er seinen Verbindlichkeiten im untersuchten Zeitraum durch Einsatz seiner liquiden Mittel, der kurzfristigen Forderungen und der geschätzten Umsätze nachkommen kann. Zusammengefasst werden diese Zahlen als Cashflow bezeichnet.

Formel zur Berechnung der dynamischen Liquidität

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