Sicherheit durch Übernahme des Delkredere-Risikos

Die Factoringgesellschaften übernehmen regelmäßig das Delkredererisiko. Somit sind Zahlungsausfälle oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit seitens der Abnehmer für den Kunden gesichert. Für gewöhnlich behalten die Factoringgesellschaften eine Sicherheit von  10-20% des Gegenwerts der Forderung ein, auch wenn sie das Delkredererisiko übernehmen. Diese ist jedoch eine Absicherung, die dazu dienen soll, eventuelle Skontoabzüge,  durch den Kunden gewährte Rabatte sowie Reklamationen über verschiedene Mängel zu decken und wird in der Regel auch dann dem Kunden zurückerstattet, wenn der  Debitor nicht zahlt.

Voraussetzung für die Übernahme eines Delkredere-Risikos durch den Factor ist die Bonitätsprüfung der Abnehmer. Je nach Resultat dieser Prüfung wird für jeden Debitor ein Limit festgesetzt bis zu dem die Factoringgesellschaft das Delkredererisiko übernimmt. Bei Exportgeschäften wird diese im Falle von politischen oder Wechselkursrisiken vom Kunden selber getragen. Hierzu stehen jedoch die Sicherungsinstrumente der Banken zur Verfügung.

Hier sind ein paar Konditionen, die für die Übernahme des Dekredererisikos durch den Factor zu erfüllen sind und die fester  Bestandteil aller Factoringverträge sind:

 

a)      Es sollten bestimmte Laufzeiten der abgetretenen Forderungen nicht überschritten werden. Diese sollen bei Inlandsforderungen nicht mehr als 120 Tage sein und bei den Auslandsforderungen nicht mehr als 180 Tage.

b)      Die vom Factor übernommenen Forderungen sollen der Höhe nach einwandfrei feststehen und nicht an Dritte verpfändet sein.

c)       Der Debitor sollte einen festen Abnehmerkreis haben, der keinen großen Schwankungen ausgesetzt ist.

d)      Es muss gewährleistet werden, dass die Forderungen auch tatsächlich entstanden sind.

e)      Der Debitor muss sowohl eine gute Bonität nachweisen sowie durch Seriosität überzeugen.

 



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