Gute Geschäftsbeziehungen sollten nicht belastet werden

Eine von Unternehmen immer mehr gewünschte Factoring-Form ist das stille Factoring. Bei einer jahrelangen und reibungslos laufenden Geschäftsbeziehung zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden wird meistens nicht gewünscht, diese durch den Forderungsverkauf zu belasten.

Die Transaktion wird in dem Fall nicht offen gelegt und der Factor führt eine einfache Bonitätsprüfung des Kunden durch. Auch die Debitorenbuchhaltung und das Management verbleibt beim Unternehmen, so dass der Kunde keine Informationen darüber bekommt, aus denen ersichtlich wird, dass die Rechnungen, die er erhalten hat, einem Factoring Verfahren unterzogen wurden.
Die erhöhte Risikolage für das Factoring-Institut zwingt dieses zur Absicherung durch andere Maßnahmen wie zu Beispiel:
 
– ein Jahres-Umsatz ab 10 Mio. Euro
– Wirtschaftsauskünfte ohne Negativmerkmale
– eine gute Eigenkapitalquote ( 15% -30% je nach Branche )
– professionelle Debitorenbuchhaltung
– Operativität ( durchgehende gute Wirtschaftslage )
– Rechnungen müssen einwandfrei dokumentiert sein
 
Sobald diese Regelungen eingehalten werden, steht der Schließung eines Factoring-Vertrages nichts mehr im Wege. Die Vorteile des Factorings wie die bessere Liquidität, die bessere Eigenkapitalquote und die besseren Bilanzzahlen stehen dem Unternehmen nach Abschluss sofort zur Verfügung. Auch das Delkredererisiko ist damit abgedeckt.
Stilles Factoring bleibt jedoch eine Sonderform des Factorings. Im Allgemeinen wird vorzugsweise das offene Factoring praktiziert, was die Risiken des Factors deutlich minimiert. Nur Unternehmen mit einer einwandfreien Bonität und Wirtschaftslage wird Stilles Factoring angeboten.
 
Durch den Einsatz von stillem Factoring als Vorfinanzierungsinstrument wird die für ein Unternehmen so wichtige Beziehung zu seinem Kunden nicht unnötig gestört und die eigene Lage, was die Liquiditätszufuhr anbelangt, trotzdem verbessert.



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