Factoring auch für Steuerberater, Rechtsanwälte & andere Freiberufler

Zahlreiche Kanzleien plagen sich mit hohen Außenständen herum, die ihre Liquidität und Existenz nachhaltig gefährden. Immer mehr Rechtsanwälte, Steuerberater und andere freiberuflich Selbstständige setzen daher auf das Factoring und veräußern ihre Forderungen. Dies, zumal es auch Freiberuflern mittlerweile zugebilligt wird, ihre Forderungen zu verkaufen, wobei die Zahlungspflichtigen nicht hierüber in Kenntnis gesetzt werden müssen.

Zahlungseingang unmittelbar nach Abrechnung

Die Steuerbescheide wurden überprüft oder das gerichtliche Verfahren abgeschlossen, sodass Steuerberater und Anwälte ihre Abrechnung erstellen. Mit Factoring müssen die Freiberufler lediglich ein bis zwei Arbeitstage auf ihr Geld warten. Der Factor weist nämlich innerhalb dieser Zeit 80 % bis 90 % der Rechnungssumme an. Freiberufler können dadurch ihre Liquidität planen und ersparen sich Zeit und Mühe, Zahlungserinnerungen und Mahnungen zu versenden.

Diese Dienstleistungen sind je nach Vertragsvariante ebenfalls vom Factoring umfasst. Das komplette Debitorenmanagement kann an den Factor übertragen werden, sodass von der Kontrolle über Zahlungseingänge bis hin zur Durchführung des Mahnwesens nicht unerhebliche Personalkosten und Nerven eingespart werden können.

Arbeiten ohne Risiko

Auch wenn Factoring als Finanzierungsinstrument und wirtschaftliche Alternative zu Kreditgeschäften gilt; eine Besonderheit ist und bleibt die Übertragung des Ausfallrisikos. Wenn Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte und andere Berufsgruppen ihre kompletten Forderungen an den Factor verkaufen, wird diesem damit auch das Risiko übertragen, dass Mandanten, Kunden oder Patienten ihren Zahlungsverpflichtungen gar nicht oder nur teilweise nachkommen.

Der Erhalt des Honorars ist damit immer gewährleistet und kann fest eingeplant werden. Dank des Full-Service-Factorings erfolgt innerhalb kürzester Zeit die Bezahlung, das Delkrederisiko fällt weg und auch das Debitorenmanagement wird professionell vom Factor durchgeführt. Kanzleien und Büros werden wirtschaftlich sowie organisatorisch entlastet, sodass die volle Konzentration wieder dem Arbeitsalltag gelten kann.

Factoring und Außenwirkung

Factoringgesellschaften gehen explizit und individuell auf die Wünsche ihrer Geschäftspartner ein. Je nach Factoringmodell bemerken Mandanten, Patienten oder Kunden gar nichts davon, dass ein Factoringgeschäft besteht. Lediglich die Kontonummer, auf die Zahlungen zu leisten sind, weichen regelmäßig ab. Wenn jedoch Zahlungen ausbleiben, tritt der Factor im Rahmen des Mahnwesens gegenüber der Klientel auf.

Im Rahmen des sogenannten Stillen Factoring bekommen Kunden gar nichts davon mit, dass eine Factoringgesellschaft die Zahlungsabwicklungen übernommen hat. Sogar Zahlungserinnerungen und Mahnungen werden dann auf dem Briefkopf der Kanzlei erstellt. Nur dann, wenn das gerichtliche Mahnverfahren durchgeführt werden muss, erfahren Mandanten von dem Forderungsverkauf.

Je nach Factoringgesellschaft sind auch individuelle Lösungen und Kombinationen aus Stillem Factoring und Offenem Factoring möglich, sodass selektiert werden kann.

Endkunden profitieren vom Factoring

Zunächst gilt Factoring mittlerweile als professionelles Finanzinstrument und steht für zukunftsorientiert geführte Unternehmen. Auch Mandanten, Patienten und Kunden wissen um die Professionalität des Factorings und stören sich in der Regel nicht daran, an wen sie ihre Zahlungen letztendlich zu leisten haben.

Ganz im Gegenteil macht es das Factoring erst möglich, dass den Klienten beispielsweise längere Zahlungsziele oder Ratenzahlungen eingeräumt werden können. Die Rechnungssumme erhält die Praxis ja bereits nach Abrechnung und verfügt über liquide Mittel, sodass der Klientel guten Gewissens auch entsprechend entgegen gekommen werden kann. Zufriedene Mandanten und Kunden gelten als langfristige Geschäftsverbindung, was wiederum den Freiberuflern zugutekommt.



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