B2C Factoring

B2C Factoring – Forderungen gegen Privatpersonen zum Forderungsverkauf nutzen

Zahlreiche Firmen geben zur Umsatzfinanzierung Forderungen gegen Gewerbekunden an einen Factor ab. Einige Factoringunternehmen bieten außerdem an, die offenen Rechnungen von Privatkunden ebenfalls anzukaufen. Diese Form des Forderungsverkaufs wird als B2C Factoring bezeichnet. Die Abkürzung steht für „Business-to-Consumer“, also für den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen von Unternehmen an Privatkunden. Die Abwicklung des Factorings für Privatpersonen läuft genauso ab wie der Forderungsankauf von gewerblichen Kunden. Da die Einschätzung der Bonität der privaten Abnehmer jedoch aufwendiger ist, müssen die Debitoren beim B2C Factoring mit höheren Kosten rechnen als beim B2B Factoring (Business-to-Business). Dafür bietet das Factoring vor allem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einige Vorteile.

 

Factoring für Privatpersonen lohnt sich für folgende Branchen

Mittelständische Unternehmen mit vielen Privatkunden, wie Onlinehändler, Handwerker oder Dienstleister, gehen beispielsweise das Risiko ein, dass ihre Kunden Privatinsolvenz anmelden müssen. Bei einer Restschuldbefreiung muss der Verkäufer ganz oder auf einen Teil seiner Forderung verzichten. Um dieses Risiko auszuschließen, bietet sich B2C Factoring an.

Wenn Sie einem Factor die Rechnungen von Privatpersonen zum Ankauf anbieten möchten, sollten Sie als Schutz vor einem Forderungsausfall vor allem folgende Unterlagen auswählen:

  • Rechnungen mit Zahlungszielen
  • hohe Rechnungsbeträge
  • Bestellungen von Neukunden

 

Vorteile und Nachteile von B2C Factoring

Wenn Sie Forderungen gegen private Käufer zum Factoring anbieten, zahlt der Factor umgehend 80 % bis 90 % der Rechnungssumme an Sie aus. Dadurch steigern Sie Ihre Liquidität und können Miete und Gehälter pünktlich bezahlen oder neue Ware einkaufen. Als weitere Dienstleistung bieten die meisten Factoringunternehmen an, Ihr Debitorenmanagement zu entlasten. Der Factor überwacht die Zahlungstermine, mahnt säumige Schuldner an und gibt überfällige Forderungen zum Inkasso. Wenn Sie das Delkredererisiko an den Factor abgeben, erhalten Sie einen zuverlässigen Schutz vor Forderungsausfall und können mit einem sicheren Zahlungseingang rechnen.

Die Nachteile des Forderungsverkaufs für Privatpersonen liegen darin, dass nicht jedes Factoringunternehmen diese Art von Factoring anbietet. Wenn Sie einen Factor gefunden haben, müssen Sie außerdem mit höheren Gebühren rechnen als beim Gewerbefactoring. Das liegt daran, dass die Bonität privater Abnehmer schwerer einzuschätzen ist und dass es bei Privatleuten häufiger zu einer Insolvenz und damit zu einem Forderungsausfall kommen kann.



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