Factoring Informationen, Finanzierung

 

So wird die Wartezeit erheblich verkürzt

Beim Factoring werden offene Forderungen fortlaufend an ein spezialisiertes Unternehmen verkauft. Dafür erhält der Verkäufer einen Großteil des Forderungsbetrages (bis zu 80 Prozent) sofort nach dem Verkauf überwiesen. So wird die Wartezeit, bis Forderungen beglichen werden, erheblich verkürzt. Bilanz technisch gehen die verkauften Forderungen von der Aktivseite der Bilanz in die Passivseite über. Über die so freigewordene Liquidität kann der Verkäufer der Forderung frei verfügen.

Die bilanzielle Bearbeitung von Factoring

Allerdings können die verkauften Forderungen nicht vollständig ausgebucht werden, denn der Forderungsverkäufer erhält nur 80 Prozent der Verbindlichkeiten. Die werden nun als Forderung in der Bilanz des Factoring-Anbieters verbucht. Die übrigen 20 Prozent der Gesamtforderung werden demnach als Bankguthaben bilanziert. Diese bilanzielle Bearbeitung von Factoring ist aber nur beim echten Factoring zulässig, wenn der Factoring-Anbieter auch das Ausfallrisiko übernimmt. Beim unechten Factoring hingegen verbleibt das Ausfallrisiko in der Regel beim Forderungsverkäufer. So können die Forderungen auch nicht ausgebucht werden und die erhaltene Liquidität wird als Verbindlichkeit gegenüber dem Factoring-Anbieter verbucht.

Die Bilanzsumme verkürzen

Ferner hilft die eingebrachte Liquidität, die Bilanzsumme um eben diesen Betrag zu verkürzen. Bei gleichbleibendem Eigenkapital erhöht sich die Eigenkapitalquote entsprechend. Das hat zur Folge, dass das Unternehmen besser dasteht bei einer Prüfung durch Banken. Ein besseres Ranking verhilft im Endeffekt auch zu besseren Kreditkonditionen.

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